Schwarzweiß bei schwachem Licht… Out of the Box

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Workshop mit Paul Leclaire
So., 13.06.2021, 16:30 – 20:30 Uhr
Landschaftspark Duisburg-Nord

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Artikelnummer: WS210613XX1630PLE Kategorie:

Fotografieren ist immer die Gratwanderung

zwischen Schärfe und Unschärfe,
zwischen zu hell und zu dunkel,
zwischen dem Schnappschuss und dem verpassten Moment,
zwischen abfotografiertem Sujet und eigener Bildkomposition,
zwischen fotografischer Lockerheit und verkrampften Gedanken an die anzuwendende Fototechnik

Diese Liste kann man beliebig verlängern.

Begeben wir uns dann in den Bereich des „schwachen Lichtes“, das heißt ohne weitere zusätzliche Beleuchtungsquelle, dann
begeben wir uns in den Bereich des fotografischen Überlebenskampfs mit dem vorhandenen Licht oder der Ausnutzung der vorhandenen Lichtquellen.

Dazu müssen wir das Licht sehen und gedanklich fotografisch umsetzen, einmal die allgemeine Helligkeit beurteilen und dann auch noch die Umsetzung in Schwarzweiß empfinden, die Übertragung der Farbwerte in Grauwerte.

Zu analogen Zeiten war das alles nicht so einfach mit den Filmen unterschiedlicher Herstellung, die empfindlichkeitssteigernd entwickelt werden mussten. Aber möglich war das auch und hatte seinen eigenen fotografischen Charme.

Und heute, in digitaler Zeit, wenn die Beleuchtung zu dunkel ist und wir mit dem Restlicht, das von wo auch immer kommt, zurecht kommen wollen, bleibt uns dann nichts Anderes übrig als die ASA-Einstellung in die Höhe zu schrauben… und dann mit der richtigen Belichtungs-Messmethode das Bild zu belichten. Das ist heute einfacher als früher.

Ich fotografiere seit vielen Jahren Theater und die Anwendung des hohen ASA Bereich war für mich immer mein zu Hause, unter 1600 ASA ging fast gar nichts am Theater. Das ist auch heute noch so, aber die digitale Revolution ermöglicht die Nutzung von 3200ASA
ohne wirklichen Detailverlust… in der Szenischen Fotografie, im Bühnenportrait oder im Kostümdetail, bei schnellen Tanzbewegungen und Sprüngen und bei ruhigen Szenen.

Das geht auch noch höher, aber aber ab wann muss ich mich fragen, will ich Details oder will ich Pixel, aber bevor ich ein wichtiges Bild wegen schwachem Licht nicht mache, mache ich es lieber mit 12800ASA…

Wir können fotografieren, wenn wir outdoor unterwegs sind… irgendwo steht immer eine Lampe oder eine Straßenlaterne,
wenn ich draußen etwas sehen kann, kann ich auch fotografieren. Das gilt auch für den Indoor Bereich… irgendwo ist immer ein Fenster, eine Tischlampe, eine Raumbeleuchtung.

Da gilt es für uns, die Lichtsituation zu erfassen, das Modell in die Situation zu integrieren…. mit der ASA Zahl so in die Höhe gehen, dass ich mich mit den möglichen Belichtungszeiten in den Bereich von 1/60 s oder 1/125 s bewege und die Blendenöffnung dann bei 2.0 oder 2.8 liegt…

in dem Moment sind wir dann wieder bei einer Gratwanderung der fotografischen Einstellungen…
das ist der Kompromiss zwischen Belichtungszeit und Blendenöffnung.
Das wissen wir alle, eine offene Blende ermöglicht mir, meine eigene Bildauffassung zwischen Schärfe und Unschärfe zu schaffen.
Schärfe und Unschärfe ermöglichen eine Räumlichkeit und eine Tiefe im Bild, aber lichtstarke Linsen kosten, auch das wissen wir, aber offene Blenden ermöglichen gesteuerte, selektive Schärfe.

Mehr will ich als Fotograf ja gar nicht…
meine Bilder mit meiner Fototechnik erschaffen, und in und mit meiner Bilderwelt leben.

Für diesen Workshop stehen uns ab dem 7. Teilnehmer zwei Modelle zur Verfügung. 

Hinweise

  • Geeignet für: Anfänger, die ihre eigene Kamera aber schon bedienen können und sich im Kameramenü zurecht finden und Fortgeschrittene, die ihr kreatives Auge schulen möchten.
  • Treffpunkt: Jugendherberge, Raum Kokerei Hamborn, Lösorter Str. 133
    Parkplatz: Landschaftspark Duisburg-Nord, Emscherstr. 71, 47137 Duisburg
  • Mitzubringen: Die eigene Kamera, volle Akkus, leere Speicherkarten
  • Mindestteilnehmerzahl: 6
    Maximale Teilnehmerzahl:
    12
  • Sollte dieser Kurs bereits ausverkauft sein wenn du ein Ticket buchen möchtest, sende uns bitte eine E-Mail und wir setzten dich auf die Warteliste.

Paul Leclaire

Paul LeclaireDinge zu sehen, die andere nicht sehen. Besonderheiten herauszuarbeiten und aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten – das ist die Profession und zugleich die Leidenschaft des Fotografen Paul Leclaire.  Es geht  ihm darum, neue Wege zu gehen und sich nicht vom Gewohnten leiten zu lassen. Sein Hang zum Experimentieren ist auch nach vier Jahrzehnten als selbstständiger Fotograf ungebrochen. Am liebsten arbeitet er mit Menschen. Seine Arbeit beschreibt er selbstkritisch, wenn überhaupt, denn lieber noch hält er sich bescheiden zurück und lässt Dritte urteilen. „Es liegt immer im Auge des Betrachters, ob ein bestimmtes Bild gut ist oder schlecht. Mit rein rationellen Dingen hat Fotografie nicht viel zu tun. Vielmehr geht es um Stimmungen und Lebensgefühle. Oftmals liegt der Reiz gerade im perfekt Unperfekten.“ Diese Auffassung verleiht den Bildern von Paul Leclaire eine ganz besondere Note und Spontanität. Seine Aufnahmen spiegeln auch immer seine Lebensauffassung wider, und die ist unkompliziert und nach vorne gerichtet. Paul Leclaire lebt vom Verkauf der Nutzungsrechte an den Bildern,  die er als Freelancer oder mit Auftrag für Kunden fotografiert, Workshops gibt es daher nicht allzu regelmäßig.

Produkt Besonderheiten

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