Kreative Möglichkeiten in der Naturfotografie

Workshop mit Markus Botzek

Fr., 12.06.2020, 10:30 bis 17:30 Uhr

Landschaftspark Duisburg-Nord

149,00 

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Beschreibung

Der fotografische Ansatz, eine klare Bildidee zu haben, ist bei manchen Motiven sicher notwendig. Einer genauen Bildvorstellung nachzujagen kann aber auch Frustpotential beinhalten. Denn während das Wunschbild nicht gelingt, verpasst man viele andere Gelegenheiten. Löst man sich von allzu eng umrissenen Bildvorstellungen, kann das den naturfotografischen Blick auf die uns umgebende Natur und die von ihr angebotene Motivpalette befreien. Geht man ohne Erwartung raus, kann sie auch nicht enttäuscht werden, sollte sich einmal kein Bild machen lassen. Aber oft entdeckt man dann doch auf den ersten Blick eher unspektakuläre Motive wie einen eigentlich viel zu weit entfernten Haubentaucher auf dem See. Kommen wir nun in Bewegung und suchen nach dem besten Kamerastandpunkt und den auffälligsten Details in der den Vogel umgebenden Landschaft, kann wie aus dem Nichts ein Bild entstehen. Eines das unser Hauptmotiv zwar klein darstellt, aber dennoch viel darüber erzählt und es im Kontext zu seinem Lebensraum zeigt. Beziehen wir das Licht, den morgendlichen Tau oder farbige Blätter im Vordergrund mit ein, belichten wir gezielt ein wenig über oder auch mal unter, haben wir sogar die Möglichkeit, mit sehr einfachen Mitteln kreativ zu werden und unsere tierischen Protagonisten ein klein wenig aus der rein dokumentarischen Darstellung herauszuholen.

Denn letztlich hat man nicht immer die Möglichkeit, sein Motiv formatfüllend abzulichten. Das Bild im Kopf lässt sich gerade auch nicht mal eben so realisieren. Das Licht lässt gerade zu wünschen übrig, denn mittlerweile ist es mittags. Man kann eigentlich einpacken und wieder nach Hause fahren. Oder aber man lässt sich darauf ein, den Schwan auf dem See auch einmal nur ganz klein in das Bild mit aufzunehmen, sich vom vorgefertigten Bild im Kopf zu lösen und ganz neu nach dem Motiv Ausschau zu halten, dass die Natur gerade anbietet. Dann wird man feststellen, dass Draußen eigentlich immer was geht.

In dem Kurs soll der Blick auf das Hauptmotiv ein klein wenig verändert und auch auf die es umgebenden Landschaftselemente gelenkt werden. Blätter und Schilf können helfen, leere Bildflächen zu füllen, und ansprechende Elemente der Landschaft das Gesamtbild aufwerten. Das gilt für die Tier- und Pflanzenfotografie gleichermaßen.

Weiche Unschärfen etwa helfen nicht nur, das Bild aus der Ebene einer bloßen Abbildung zu holen. Auch die formatfüllende Abbildung bekommt durch sie, in Maßen eingesetzt, einen natürlicheren Eindruck und lenkt den Blick des Betrachters verstärkt auf das Motiv. Daher werden auch die Vorzüge der offenen Blende behandelt. Dass das manchmal zu Lasten der Schärfe gehen kann, muss niemanden beunruhigen. Denn Schärfe wird manchmal überschätzt, um es einmal etwas provokant auszudrücken. Das gilt insbesondere bei Bewegung und wenn wir „durch etwas hindurch“ fotografieren. Bewegungsunschärfe kann ein wirkungsvolles Stilmittel sein. Und wenn sich gerade mal die Natur nicht bewegen mag, kann der Fotograf immer noch die Kamera in Bewegung versetzen. Auf diese Weise können ansprechende Bilder entstehen oder aber spielerisch eine kreative Fotografierstimmung, die auch den Blick wieder für eher gewöhnliche Motive öffnet. Ebenso besprechen wir die Möglichkeiten, mittels Mehrfachbelichtung und mehr oder weniger starker Über- und Unterbelichtung sowohl stimmungsvolle Bilder zu erzeugen als auch profan die reine Fotozeit zu verlängern.

Nicht zuletzt werden die technischen Hilfsmittel wie Stativeinsatz und Filter erörtert und die Wirkung der Perspektive und des Kamerastandpunkts auf das Bild und den Betrachter dargestellt. Dabei wird auch deutlich werden, dass der Fotograf selber beim Fotografieren eigentlich immer in Bewegung bleiben sollte. Und dass das Stativ manchmal unumgänglich und dann auch wieder hinderlich sein kann.

Nach einem ausführlichen theoretischen Teil werden wir uns etwa 2 Stunden Zeit nehmen, um das Gelernte im Landschaftspark in die Praxis umzusetzen. Nach einer abschließenden Bildbesprechung endet der Kurs.

geeignet für:
Dieser Workshop ist für Anfänger mit fotografischen Grundkenntnissen und sicherer Bedienung der eigenen Kamera sowie Fortgeschrittene geeignet. 

Treffpunkt: Hauptschalthaus, Raum Schaltwarte, 1. OG (nicht barrierefrei)
Parkplatz: Emscherstr. 71, 47137 Duisburg

Gratis-Messeticket: Im Preis des Workshops ist ein kostenloses Messeticket für die Photo+Adventure 2020 in Duisburg enthalten. Dieses wird aus technischen Gründen nicht im Warenkorb erscheinen, du bekommst es allerdings zusammen mit der E-Mail mit dem bestellten Workshop-Ticket ebenfalls als Print@Home-Ticket.

mitzubringen:
Eigene Kameraausrüstung, Stativ sofern vorhanden. Volle Akkus und leere Speicherkarten. 

Maximale Teilnehmerzahl: 14

Markus Botzek
Markus Botzek

Im Ruhrgebiet aufgewachsen, war die Natur neben dem Fußball schon früh meine große Leidenschaft. Wann immer möglich, ging es raus. In den Wald und die Felder des angrenzenden Münsterlands, aber auch auf die Halden und Brachflächen der nahen Umgebung. Gegen Ende der Schulzeit nahm ich erstmals eine Kamera in die Hand, um das Entdeckte im Bild festzuhalten.

Mittlerweile bin ich mehr als 25 Jahre als professioneller Naturfotograf draußen auf Bilder- und Geschichtensuche. Einige Jahre davon war ich im Vorstand der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen GDT tätig. Durch die vielen Kontakte zu anderen Fotografen wurde und werde ich immer wieder mit neue Ideen und Sichtweisen konfrontiert, sodass ich, je nach Situation und Stimmung, meine Bilder mal klassisch dokumentarisch und dann wieder abstrakt konzipiere.

 

Zusätzliche Information

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