Landmarkentour bei Tag und zum Sonnenuntergang

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Workshop mit Torsten Thies
So., 11.10.2020, 14:00 – 19:30 Uhr (Ende offen)
Duisburg & Moers

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Artikelnummer: WS201011XX1400TTH Kategorie:

Bergehalden, Fördertürme, Gasometer, Hochöfen oder Wassertürme prägten als weithin sichtbare Orientierungspunkte die industrielle Landschaft des Ruhrgebiets. Sie waren Erkennungszeichen, Heimatwegweiser, Identifikationsmerkmale. Mit dem Strukturwandel des Ruhrgebietes fielen viele der Abrissbirne zum Opfer. Doch es wurden neues Landmarken geschaffen. Diese Landmarken sind reale Identifikationspunkte der Industriegeschichte und zugleich einzigartige Wahrzeichen des Wandlungsprozesses, die der Region am Tage wie in der Nacht ein Gesicht geben, in dem Geschichte, Gegenwart und Zukunft gleichermaßen erkennbar werden.

Etliche dieser Landmarken wurden in den letzten Jahren künstlerisch gestaltet und haben damit eine besondere Symbolkraft erlangt. Die zentralen Schauplätze sind mit Namen bedeutender Künstler wie Richard Serra, Dani Karavan, Hermann Prigann, Ulrich Rückriem, Dan Flavin, Agustin Ibarrola, Mischa Kuball und Jonathan Park verbunden. So verwandeln etwa Lichtinszenierungen und -Installationen Fördergerüste in „Leuchttürme“, deren Positionslichter weit ins Land strahlen, oder ein ehemaliges Hüttenwerk in eine ebenso geheimnisvolle wie grandiose Lichtgestalt. Skulpturen wie z.B. eine „Himmelsleiter“ oder die monumentale „Bramme für das Ruhrgebiet“ machen Haldenspitzen zu symbolträchtigen Aussichtspunkten. Doch nicht nur auf den Halden sind diese Landmarken zu finden.

Torsten Thies führt euch bei dieser etwa 5 bis 6-stündigen Bustour (Ende offen) zu einigen attraktiven und schönen Landmarken im Westen des Ruhrgebietes. Darüber hinaus bringt er euch seine Heimat und das Leben im Pott mit Geschichten und Geschichte etwas näher.

Halde Norddeutschland

Mit ihren 102 m Höhe eine der höheren Halden im westlichen Ruhrgebiet. Eine der Landmarken der Halde Norddeutschland ist das 2006 errichtete „Hallenhaus“. Dieses Kunstwerk der Planergruppe OBSERVATORIUM (Rotterdam), ein Stahlgerüst in Form eines Hallenhauses thront an exponierter Stelle auf dem Haldentop und ist gut sichtbar von der A 57 und der Geldernschen Straße. Das Skelett des Hallenhauses wird einerseits als Verweis auf die Vergangenheit der Landwirtschafts- und Industriearchitektur unserer Region verstanden, andererseits steht es als Symbol für den Strukturwandel. Architektur als Sinnbild der Region.

Halde Rheinpreußen

1998 bat man den Künstler Otto Piene, die in traditionsreichem Industrieumfeld herausragend liegende Halde Rheinpreußen als Landmarke zu gestalten. Für die 70 m hohe Halde, die einen hervorragenden Ausblick auf den Rhein und die Industrie Duisburgs bietet, entwarf Piene einen 30 m hohen roten Turm in Form einer übergroßen stählernen Sicherheitslampe der Bergleute, das “Geleucht”.

Alsumer Berg

An der Stelle des ehemaligen Schiffer- und Fischerdörfchens Alsum an der Mündung eines Emscherarms erhebt sich heute eine Halde. Von ihrem Gipfel bietet sich einer der spannendsten Rundblicke des ganzen Ruhrgebietes. Es bieten sich interessante Einblicke in die die Halde in drei Himmelsrichtungen umschließenden Hochofenwerke; ab und zu erlebt man einen Abstich mit. Von hier aus hat man auch einen tollen Blick zum Niederrhein.

Rheinorange

Inmitten des Duisburger Hafengebiets, vor einem sich breit entfaltenden Industriepanorama, steht senkrecht aus dem Boden emporwachsend ein monumentaler Farbkörper in der Landschaft: Fünfundzwanzig Meter hoch, sieben Meter breit, einen Meter tief, fällt der in monochromem Orange lackierte Stahlquader sofort in den Blick. “RHEINORANGE” nennt der Kölner Bildhauer Lutz Fritsch seine Skulptur, die er 1992 für diesen Ort geschaffen hat, an dem in einer großen Schleife die Ruhr in den Rhein fließt.

Tiger&Turtle

Mit der im November 2011 eröffneten Großskulptur “Tiger & Turtle – Magic Mountain” auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe im Duisburger Stadtteil Angerhausen ist eine eindrucksvolle und Aufsehen erregende Landmarke geschaffen worden. Das Hamburger Künstlerduo Heike Mutter & Ulrich Genth bezieht sich mit der geschwungenen Form auf den Mythos der klassischen Achterbahn. Von oben genießt der Besucher einen weiten Blick auf die industrielle Kulturlandschaft des westlichen Ruhrgebiets. In unmittelbarer Nähe erstrecken sich die Anlagen der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann (HKM) und weiterer Industrieunternehmen.

Darüber hinaus und je nachdem wie weit die Zeit voran geschritten ist, wird Torsten euch an weitere markanten Fotospots am Wegesrand führen, um hier noch das eine oder andere Foto mit zu nehmen. Auch werdet ihr unterwegs genügend Zeit haben, eure technischen Fragen vor Ort zu klären.

Während der Landmarkentour können kostenlos Rollei-Stative getestet werden. Wenn du eines ausprobieren oder für die Dauer der Tour leihen möchtest, schreib uns dies bitte bei deiner Buchung als Anmerkung dazu.

Teilnehmerfeedback von Peter zur Landmarkentour beim Photo+Adventure Intermezzo im November 2019: „Der Kurs ist gut organisiert und hat einen sehr gut über die Gegebenheiten informierten Führer/Fahrer. Außerdem ist es von großem Vorteil, auf die Halden gefahren zu werden. So können auch laufschwache Fotografen/Innen das nutzen – und es kann mehr gemacht werden.“

Hinweise

  • Geeignet für: Der Workshop richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene. Da die Möglichkeit besteht, sehr nah an die Landmarken heran zu fahren, ist die Tour auch für Personen geeignet, die nicht gut zu Fuß sind, allerdings ist der Workshop nicht barrierefrei zugänglich.
  • Treffpunkt: Am Pförtnerhaus am Parkeingang
    Parkplatz: Landschaftspark Duisburg-Nord, Emscherstr. 71, 47137 Duisburg
  • Der Workshop ist nicht barrierefrei zugänglich, da wir mit dem Bus allerdings auf die Halden fahren dürfen, ist nur sehr wenig zu laufen.
  • Mitzubringen: Mitzubringen sind festes Schuhwerk, ggf. wetterfeste und wärmende Kleidung und Regenschutz für die Fotoausrüstung, Stativ, Fernauslöser und eine Taschenlampe. Bitte die eigene Versorgung mit Getränken und Snacks sicher stellen.
  • Stativverleih: Für diesen Workshop können leihweise Rollei-Stative zur Verfügung gestellt werden. Solltest du ein Stativ benötigen, schreib uns dies bitte in das Feld „Bemerkung“ bei der Ticketbuchung, damit genügend Stative vorhanden sind.
  • Maximale Teilnehmerzahl: 8
    Mindestteilnehmerzahl: 3
  • Sollte dieser Kurs bereits ausverkauft sein wenn du ein Ticket buchen möchtest, sende uns bitte eine E-Mail und wir setzten dich auf die Warteliste.

Torsten Thies

wurde 1966 in Essen geboren und beschäftigt sich seit seiner Jugend mit der Fotografie. 2009 machte er das Hobby zum Beruf, 2010 gründete er die IG RuhrPOTTFotografie, eine erfolgreiche, frei organisierte Fotogruppe. Er arbeitet sowohl als Freelancer für verschiedene Firmen und Organisationen, wie zum Beispiel die Stadt Essen, den RVR, die WAZ, die Ruhr2010 GmbH, die Emschergenossenschaft, Rollei oder als Projektpartner der European Green Capital. Sein Schwerpunkt sind Fototouren, Workshops und Seminare und seine Bilder wurden bereits in zahllosen nationalen und internationalen Ausstellungen gezeigt. Torstens fotografische Schwerpunkte liegen in der Industriekultur, der Industrienatur, Dokumentation und der Menschenfotografie. Er sagt, Fotografie sei für ihn eine Einladung, mit den Augen eines anderen zu sehen.

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